Grüne Rabolistik

Beim Gründungsparteitag der Grünen in Karlsruhe 1980 war ich als Presssevertreter meiner freien presse agentur hochrhein. Ich trat damals in Karlsruhe in die Partei ein. Drei Jahre später war ich der Kreisgeschäftsführer der Grünen Lörrach.

Dass dies ein steiniger Weg war, lässt sich an einem Parteiausschlußverfahren gegen mich von Rudolf Erkens aus Wittlingen ( 26.3.1980) sehen:

„Begründung:
1. Herr Dieter Baumert hat sich eindeutig parteischädigend verhalten,
2. Herr Dieter Baumert läßt es erheblich an Parteidisziplin und guter Kinderstube mangeln.“…
…….Eine Beschleunigung des Ausschlußverfahrens halte ich für erfoderlich….

Der damalige Kreisvorsitzende Dr. Dieter Nestle, Hasel antwortete am 27.03.80:

Liebe Freunde!
Ohne inhaltlich Stellung zu nehmen, möchte ich zum Verfahren folgende Hinweise geben:

1. Einen Parteiausschluß kann die Schiedskommission nach § 5 der Landessatzung nur auf Antrag des Vorstandes, hier also des Orts- oder Kreisvorstandes, aussprechen.

2. Da Herr Baumet bis jetzt noch kein Mitgliedsausweis ausgehändigt worden ist, kann sich die Kommission auf den Standpunkt stellen, daß Herr Baumert noch nicht Mitglied der Partei ist, vgl. § 3, Abs. 2 der Landessatzung. Sie könnte dann eine Empfehlung an den über den Aufnahmeantrag entscheidenden Ort (Lörrach) aussprechen.

Da der Aufnahmeantrag aber von Lörrach (Genauerhin ist es wohl so, daß Herr Baumert seinen Aufnahmeantrag nicht in Lörrach, sondern in Karlsruhe gestellt hat.) bereits an Herrn Flum und von diesem nach Stuttgart weitergeleitet ist, ist zu prüfen, ob diese Auffassung ( daß Herr Baumert noch gar nicht Mitglied ist) nicht etwas zu Künstliches hat. Über die Zurückweisung eines Aufnahmeantrags siehe § 3 der Bundessatzung.

3. Schließlich ist auf den Maßnahmekatalog von § 15 der Landessatzung zu verweisen, wo vor den Ausschluß eine „Verwarnung“ gesetzt ist.

Dies für heute.br>Mit freundlichen Grüßen
Ihr Nestle

DEB 13. November 2023